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Okt 14

Krankenstand in Verwaltungen

Ein hoher Krankenstand bei den Beschäftigten der Stadtverwaltung Frankfurt war der Anlass, ein Pilotprojekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu starten. Die Maßnahmen wurden von Anfang an von der AOK begleitet. Ausgangspunkt des Projektes war im Mai 1999 eine krankheitsbedingte Fehlzeiten-Analyse der bei der Stadtverwaltung Frankfurt beschäftigten AOK-Mitglieder. Ergebnis: Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag mit 30 Kalendertagen pro Jahr signifikant höher als bei anderen öffentlichen Verwaltungen in Hessen.Der Arbeitskreis „Betriebliche Gesundheitsförderung“ wollte den gesundheitlichen Belastungen der Mitarbeiter am Arbeitsplatz auf den Grund gehen. Deshalb entschied das Gremium, in zunächst drei ausgewählten Bereichen der Stadtverwaltung (Sport- und Badeamt, Ordnungsamt sowie Kassen- und Steueramt) die Beschäftigten selbst zu befragen. Diese nahmen anonym Stellung zu Arbeitsorganisation, eigener Tätigkeit, Vorgesetztenverhalten, Gruppenklima sowie Arbeitsumgebung und machten darüber hinaus Verbesserungsvorschläge. Diese von der AOK durchgeführten Arbeitssituations-Analysen ergaben, dass sich die Mitarbeiter vor allen Dingen Veränderungen in der Arbeitsorganisation und -umgebung sowie beim Vorgesetztenverhalten wünschen. Einige Vorschläge konnten bereits umgesetzt werden. Im Bereich Ordnungswidrigkeiten machen Informationen zum richtigen Sitzen am Arbeitsplatz und PC-gerechte Schreibtische eine ergonomischere Arbeitsweise möglich. Die ersten Resultate sind ermutigend: So gingen nach Einschätzung des Arbeitskreises in einer der Abteilungen die Fehlzeiten schon zurück. Deshalb sollen die Arbeitssituations-Analysen jetzt auf die gesamte Stadtverwaltung ausgedehnt werden. Quellenangabe: Informationsschrift des AOK Bundesverbandes, Bonn

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